Recycling hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Um Rohstoffe zu sparen und die Umwelt zu schonen, geht man mit Abfällen sensibler um als noch vor ein paar Jahrzehnten. So werden nicht nur elektrische Großgeräte aus dem Haushalt, sondern auch elektrische Medizingeräte, wenn möglich, recycelt.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage:
Lassen sich alle Medizingeräte recyceln?
Oder sind es nur ein paar medizinische Altgeräte, die recycelt werden können?
Und wenn ja, um welche Geräte handelt es sich dabei?
Dies sind allerdings nur ein paar Beispiele von medizinischen Geräten, die ein hohes Recycling-Potenzial haben. So stecken zum Beispiel in Herzkathetern Edelmetalle wie Platin und Kupfer. Neuerdings gibt es ein Pilotprojekt, mit dem man versucht, aus gebrauchten Herzkathetern genau diese Edelmetalle in den Rohstoffkreislauf zurückzuführen.
Sicherlich müssen die Qualitäts- und Hygieneansprüche eingehalten werden, wenn medizinische Geräte recycelt werden. Daher gibt es Regularien und Zulassungsprozesse, bei denen Nachweise geführt werden, wo die Materialien herkommen und ob diese die werkstofflichen Eigenschaften erfüllen.
Bei wiederverwendeten Materialien, die beispielsweise aus Krankenhäusern kommen, kann es in den Chargen Schwankungen geben, die wiederum Probleme bereiten, etwa Kunststoff erneut in Medizinprodukten einzusetzen. Die Überlegungen gehen daher zum Teil in die Richtung, ob Materialien aus der Medizin, die nur schwer zu recyceln sind, es erforderlich machen, durch andere, besser recycelbare Materialien ersetzt zu werden.